Gerald Ullrich

Praktikumsbericht: "abwechslungsreich bunt und gemischt"

Praktikumsbericht von Leonie Casper
Leonie Casper vor dem Fraktionssitzungssaal der FDP
Leonie Casper vor dem Fraktionssitzungssaal der FDP

Mein Praktikum begann am 3.September 2018 um zehn Uhr an der Pforte der Dorotheenstraße 93. Nach der Abgabe meines Personalausweises, der Türschleuse, der Sicherheitskontrolle und der Durchleuchtung meiner Tasche konnte es dann losgehen. Die ganze Prozedur wirkte meiner Aufregung leider nicht entgegen. Im Büro angekommen begrüßte mich das gesamte Team und somit konnte meine Zeit im Bundestag beginnen. Nachdem der Hausausweis besorgt war, wurde mir ein Zugang zu den Gebäuden ermöglicht.

An dieser Stelle würde ich nun gerne meinen Tagesablauf schildern, jedoch war dieser stets abwechslungsreich bunt und gemischt. Mir wurden Einblicke in Ausschusssitzungen, Arbeitsgruppen, Besucherführungen und vieles weiteres ermöglicht. Auch bei der Generaldebatte im Plenum durfte ich zuschauen und Christian Lindner einmal live hören. Jedoch muss man anmerken, dass der Plenarsaal im Fernsehen immer viel mächtiger erscheint - wie auch die Wände mit den Fraktionslogos, vor welchen die Fraktionsvorsitzenden Interviews vor den Fraktionssitzungen geben. Die Wand der FDP-Fraktion ist auf dem Bild zu sehen.

Was mir besonders gut gefallen hat war - neben den vielschichtigen Einblicken - die Möglichkeit, an zahlreichen Veranstaltungen teilnehmen zu können und dort Kontakte zu knüpfen. So konnte ich beispielsweise Mario Draghi, den Präsident der Europäischen Zentralbank, debattieren sehen. Aber auch die Aufgaben im Büro waren nicht so „trocken“ wie ich sie mir vorgestellt hatte. Man bekommt hier die Möglichkeit, sich tiefer in diverse Themengebiete einzuarbeiten. Die eigene Ansicht und Meinung war hierbei immer herzlich willkommen. Bei den Petitionen fand ich es spannend mit zu verfolgen, welchen Weg die Anliegen der Bürger nehmen und welch ein Aufwand des Bundestages damit verbunden ist. Wer die Meinung vertritt, die Anträge werden nicht beachtet oder verworfen liegt grundlegend falsch. Hier wird jede einzelne Petition bearbeitet, geprüft und grundsätzlich besprochen, um im Zweifelsfall der Regierung vorgelegt zu werden.

Spannend waren auch die ganzen Parlamentsgebäude. Im Laufe des Praktikumsmonats wurde ich in vielen Gebäuden umhergeführt. Mir ist es immer noch ein großes Rätsel, wie man sich, vor allem in der Tiefgarage, nicht verlaufen kann. Mein Stolz, ohne Umwege den Plenarsaal zu finden, wurde leider nur belächelt.

Zusammenfassend  lässt sich sagen, dass es ein durchaus interessantes Praktikum, mit vielen Möglichlkeiten und Eindrücken, sowie einem sehr sympathischen Team war. Ich habe zahlreiche neue Themengebiete für mich entdecken können und zunehmendes Interesse daran gefunden, selbst in der Politik aktiv zu werden. Jedem, der sich einen Einblick in die Welt des Bundestages wünscht und auch gerne mal für eine Zeit lang Teil dieser Welt sein möchte, kann ich dieses Praktikum sehr empfehlen.