Gerald Ullrich

Umsatzsteuersenkung für Restaurants ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Restaurant
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Erhöhte Hygienestandards, weniger Platz für Gäste wegen der Corona-Abstandsregelungen, die Gastronomie ist gebeutelt. Hinzu kommen neue Dokumentationspflichten, die für die Unternehmer zusätzlichen Aufwand bedeuten. Das alles heißt für die Unternehmer mehr Kosten bei weniger Umsatz und dass nachdem die Lokale wochenlang keine Gäste vor Ort bewirten konnten. Die Umsatzsteuersenkung für Restaurants für ein Jahr ist daher nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Gastronomie, auch Kneipen, müssen insgesamt weiter unterstützt werden, um eine Pleitewelle zu vermeiden. Gastronomie ist Teil unseres gesellschaftlichen Lebens und darf in ihrer Vielfalt nicht verschwinden.

Hintergrund: Am Donnerstag wurde im Bundestag beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie vorübergehend von 19 auf sieben Prozent zu senken. Es soll Restaurants unterstützen, die wegen der Pandemie große Umsatzeinbußen haben. Die Regelung gilt vom 1. Juli dieses Jahres bis Ende Juni 2021. Der Mehrwertsteuersatz auf Getränke wird allerdings nicht gesenkt.