Gerald Ullrich

Verantwortung in Hände der Unternehmer legen

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Der Bundestagsabgeordnete Gerald Ullrich (FDP) hat gemeinsam mit dem FDP-Landesvorsitzenden Thomas Kemmerich das Berghotel Oberhof besucht. Die coronabedingten Schließungen im Hotel- und Gastgewerbe und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Branche waren vor kurzem Anlass für die FDP-Politiker, sich direkt bei den Unternehmen nach der aktuellen Situation zu erkundigen.

„Wir als Freie Demokraten haben bereits frühzeitig im Land und im Bund dafür geworben, die Kontaktbeschränkungen und die daraus folgenden Schließungen von Unternehmen, insbesondere im Dienstleistungssektor, mit Augenmaß vorzunehmen. Der Schutz der Gesundheit jedes Einzelnen hatte damals wie heute oberste Priorität. Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie beherrschbar zu machen, haben wir jedoch auf die eigenverantwortlichen Konzepte der Inhaber gesetzt, die es erlauben, die Geschäfte zu öffnen ohne die Gesundheit der Kundschaft zu gefährden“, erläutert Gerald Ullrich, selbst Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages und Unternehmer, das Problem.

Die Inhaber würden die räumlichen Gegebenheiten am besten kennen, könnten am besten wirkungsvolle Möglichkeiten zum Kunden- und Eigenschutz vor Covid-19 entwickeln und umsetzen, gibt der FDP-Politiker zu bedenken. „Mich haben in den letzten Wochen zahlreiche Zuschriften von Unternehmerinnen und Unternehmern aus vielen Berufsgruppen erreicht, in denen mir Positionen geschildert und gut durchdachte Vorschläge für den  Praxisbetrieb vorgestellt wurden. Sie haben fachliche Kompetenz und umsetzbare Maßnahmenkataloge gezeigt, um die eigene Existenz und die ihrer Mitarbeiter zu sichern", erklärt Ullrich.

Sebastian Löser, Geschäftsführer des Berghotels Oberhof, appellierte bei dem Treffen ebenfalls an die Thüringer Landesregierung und den Landkreis, die Einschätzung der Gefahrensituation durch Corona in die Hände der Firmenverantwortlichen zu legen: „Ein Wellnesshotel ohne Wellnessangebot hat keine Geschäftsgrundlage“, erläuterte der Hotelchef das Problem seines Hauses, das mit 80 Zimmern eines der größten Wellnesshotels in Thüringen ist. Die Stadtverwaltung Weimar habe das Hygienekonzept des Partnerhotels „Dorotheenhof Weimar“ bereits bewilligt. Löser hoffe nun auf eine zügige Freigabe durch das Landratsamt in Meiningen, um auch in Oberhof wieder Wellnessangebote für Hotelbesucher realisieren zu können.

Gerald Ullrich hob hervor, dass der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für die Region und Thüringen insgesamt sei. Jetzt komme es darauf an, dass die Branche wieder zu alter Kraft zurückfinde. Soforthilfen und Konjunkturprogramme seien dafür nur einige Bausteine. Die Verantwortung müsse in die Hände der Unternehmer gelegt werden: „Kein Firmenbesitzer oder Geschäftsinhaber, gleich welcher Branche, geht das Risiko einer Infektion ein, egal ob es sich um dessen Mitarbeiter oder Kunden handelt. Das würde das wirtschaftliche Ende bedeuten. An dieser Stelle ist sich jeder seiner unternehmerischen Verantwortung und vor allem der Verantwortung für sich selbst und seine Mitmenschen bewusst“, fasst der Bundespolitiker seine Einschätzung zusammen.